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Symposium "Erbrechtsentwicklung in Zentral- und Osteuropa" am 15. und 16. Mai 2008

Am 15. und 16. Mai 2008 veranstaltete die Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform ihr zweites Symposium zur Privatrechtsentwicklung, nämlich zur „Erbrechtsentwicklung in Zentral- und Osteuropa“. Den Teilnehmern wurde die Möglichkeit gegeben, die Entwicklung des Erbrechts und die Reformvorhaben der zentral- und osteuropäischen Staaten kennenzulernen und zu vergleichen. Die 14 Vorträge betrafen daher sowohl bereits durchgeführte als auch künftige Reformen des Erbrechts. Die Referenten aus neun verschiedenen Staaten bilden eine an der Forschungsstelle bestehende ständige Arbeitsgruppe, welche sich bereits zum zweiten Mal traf, um Reformen des Privatrechts zu diskutieren und hiefür Vorschläge auszuarbeiten.

Vizedekanin Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer und der Leiter der Forschungsstelle, Prof. Dr. Rudolf Welser, eröffneten die Veranstaltung. Sie betonten die Wichtigkeit der rechtsvergleichenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und den anderen zentral- und osteuropäischen Ländern im Zusammenhang mit der europäischen Privatrechtsentwicklung. Die Rechtslage wurde von Vortragenden aus den Staaten Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn dargestellt. Es waren dies: Prof. Dr. Rudolf Welser (Österreich), Prof. Dr. Andrzej Maczynski (Krakau/Polen) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jerzy Poczobut (Warschau/Polen), Dr. Fryderyk Zoll (Krakau/Polen), Prof. Dr. Lubos Tichy (Prag/Tschechien), Prof. Dr. Jan Hurdik (Brünn/Tschechien), Prof. Dr. Lajos Vekas (Budapest/Ungarn), Prof. Dr. Levente Tattay (Budapest/Ungarn), Dr. Zoltan Nemessanyi (Pecs/Ungarn), Mag. Robert Dobrovodsky, LL.M., auf der Grundlage eines von Prof. Dr. Jan Lazar (Trnava/Slowakei) zur Verfügung gestellten Papiers, Prof. Dr. Borut Holcman mit Prof. Dr. Vesna Rijavec (Maribor/Slowenien), Dr. Christian Alunaru (Arad/Rumänien), Doz. Dr. Meliha Povlakic (Sarajevo/Bosnien und Herzegowina), Prof. Dr. Jozsef Szalma (Novi Sad/Serbien) und Prof. Dr. Tatjana Josipovic (Zagreb/Kroatien).

In den Berichten wurden u.a. Geschichte, Entwicklung, Rechtsquellen, die Grundzüge des geltenden Rechts und die geplanten Reformen des Erb- und Pflichtteilsrechts sowie das Verhältnis des Stiftungsrechts zum Erbrecht behandelt.

Auch die Beiträge des 2. Symposiums wurden in einem Tagungsband der Forschungsstelle herausgegeben (Band II der Veröffentlichungen der Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Unversität Wien, Erbrechtsentwicklung in Zentral- und Osteuropa 2009).

Das nächste Symposium ist für das Jahr 2009 geplant und wird sich mit dem Verbraucherschutz befassen.

 

Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform

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